

Wieder zurück im hochsommerlichen Wien, die Linden blühen und duften himmlisch. Endlich habe ich auch eine Lindenseife mit diesem Duft gefunden! Und das richtige Instrument um dem Hund die Zecken zu entfernen, die Plastikschlinge legt man über den Zeck, zieht zu und kann ihn - zumeist samt Kopf - entfernen, mit der Pinzette klappte das weit weniger gut. Die Haarnadeln (bei der gutsortierten deutschen Drogeriekette Müller, bei der es sogar noch Nähnadeln, Hafteln, Druckknöpfchen und Kaiser-Borax zu kaufen gibt, gefunden) sind die einfachste und beste Art die Haare hochzustecken, solche, aber zartere, Plastikhaarnadeln hatte ich schon als Kind und ich habe auch noch einen Vorrat davon, den ich zusammen mit meiner Sammlung alter Haarnadeln aus Horn und Schildpatt hier in dieser Wohnung überhaupt nicht ausgepackt habe. Hier habe ich immer nur mit reduzierter Identität gelebt, aber schon das war zuviel. An den Uhrketten trug man früher Charivaris mit dem
Neidfäustel, sowas hätte ich gebraucht! So goße Plastikhaarnadeln, wie ich sie nun habe, sah ich als Kind an Bäuerinnen, die ihren Zopf damit zu einem Knoten gesteckt trugen. Nicht alle sahen großartig aus, aber meistens doch besser als mit den Kräuseln die man später und den meshes die man heutzutage sieht. Auch meine Tanten trugen die Haare ungefärbt und aufgesteckt, allerdings in einer leichten Rolle, die mit einer Spange festgehalten wurde. Die Haare ums Gesicht wurden zu festlichen Gelegenheiten - etwa wenn die Schwägerin meiner Mutter ein Hauskonzert gab, an dessen Ende ihr Mann ihr stets einen riesigen Rosenstrauß brachte - beim Friseur mit einer Wellenzange heiß onduliert. Meine Mutter, die jüngste und der wilde flapper der Familie, trug die grauen Haare als Bubikopf. Diese in der Öffentlichkeit hochgesteckten Haare der älteren Damen wurden nur zu Hause und wenn keinerlei Besuch zu erwarten war, offen, als Zopf, oder mit einer Spange zurückgehalten getragen. Ich sah das ganz selten, immer zusammen mit einem Hauskleid, das eigentlich genauso wie das Vormittagskleid vorne durchgeknöpft, aber knöchellang war. Es war sehr intim, baby let your hair hang down, und ich denke ähnlich ist es mit den muslimischen Kopftüchern. Meine Freundinnen, die färben, zum Friseur gehen und Fruchtsäurebehandlungen gegen Sonnenschäden beim Dermatologen buchen, finden, daß ich mich viel zu früh stilistisch aufs Altenteil gesetzt habe. Aber viel schöner als die beste Frisur von den paar Wiener guten Friseuren (in München oder in Italien sind sie viel besser) finde ich die Aureole der kurzen Häarchen, die sich dem Zurückkämmen widersetzen und das Gesicht umrahmen.
liebe Barbara2, ja, die Zeckenzange kann man auch bei Menschen verwenden, beim Hund ist ja wegen des Felles alles ein bisserl komplizierter, ein Kurzhaarhund ist leichter zu ent-zecken; die Zecken laufen ziemlich lange auf dem Hund herum, bevor sie sich festsetzen, bei meinem Hund kann man das gut sehen. Der Zeck soll, wenn er sich festgesetzt hat, bei Mensch und Hund schnell entfernt werden, je länger er saugt, desto mehr Erreger überträgt er, hab ich wo aufgeschnappt...
liebe Barbara1, wenn Du das Zeckenziehen ohne Instrument schaffst, bist wirklich sehr geschickt! Und Dein Kater clever! Für Hunde sind die Zecken leider auch gefährlich, weil sie Borreliose übertragen und Hunde daran elend zugrundegehen können; es gibt zwar eine Impfung,aber die ist nicht sicher und erhöht die Allergieneigung gegen alle Insektenstiche (sie bekommen dann nach Mückenstichen riesige Schwellungen).