Mittwoch, 30. Juni 2010



No, jetzt schreibts schon der KURIER.

liebe Barbara2, ja das oben ist der City-Tower, in den das Gericht aus der Innenstadt umgesiedelt wurde; der Sohn des Hausbesitzers war Kabinettchef des Justizministers

Dienstag, 29. Juni 2010


Gerade noch war man jung, anvantguardistisch, mit Theorien, mit Reisen und mit Liebesgeschichten beschäftigt und Neid und Gemeinheit konnten uns überhaupt nicht erreichen, Not kannten wir nur aus der Literatur, wir waren selbstverständlich sozial, wir hatten kein vernachlässigtes Kind und kein gequältes Tier aus der Nähe gekannt und zwar das Randgruppenseminar gemacht, aber nie erlebt wie es ist, wenn man so ein hilfloses Geschöpf nicht aus der schlechten Umgebung herausbekommt. Wir waren unverletzlich und retteten die Schutzlosen. Aber plötzlich sind sie da, die Lemuren und sind nur durch entschlossenen Entzug der Aufmerksamkeit wieder zu depotenzieren.

Montag, 28. Juni 2010




Das community gardening Projekt gedeiht, es gab eine Abstimmung wegen des Spielplatzes der verbaut werden sollte, und die ist gut, also gegen den Bau, ausgegangen, wenn nicht noch irgendwelche Finten auftauchen, die den Bau doch noch ermöglichen, aber die Grünen zerstreiten sich gerade in denjenigen innerstädtischen Bezirken (im Oktober sind Wahlen) in denen sie stark sind. Die Basis lehnt von der Zentrale gepushte Kandidaten ab und erstellt eigene Listen, die getrennt kandidieren werden.

Samstag, 26. Juni 2010


Einen guten Platz für den lieben Bulut gefunden, der eben doch nicht bei seiner türkischen Familie bleiben konnte, - sehr, sehr froh und erleichtert!
Allen Tierfreunden und Tierschützern die mitgeholfen haben, von Herzen Dank! Dogos sind eine rückgezüchtete Hetzhundrasse für die Großwildjagd aus Südamerika, bei uns ist die Hetzjagd verboten; früher brauchte man diese Hunde , als die Feuerwaffen aufkamen benötigte man sie nicht mehr und die Rassen starben aus. Die Hazienderos haben sie dann nachgezüchtet und bei uns sind sie im Milieu beliebt. Mit anderen Tieren ist der Dogo gefährlich, nicht aber mit Menschen und Kindern. Ich dachte, der große Hund könnte etwas schwerfälliger von Begriff, oder unsensibler oder weniger zart im Reagieren sein als mein sehr lebhafter, schneller und freundlicher Hühnerhund, aber ich wurde eines Besseren belehrt: Bulut versteht mimische und gestische Anweisungen, ist freudig und anhänglich, schlau und vergnügt, liebevoll und vorsichtig. Die Geldmacherei mit unverantwortlicher Zucht von scharfen Imponierhunden, vor allem im ehemaligen Ostblock, ist eine traurige Sache. Scharf war der Dogo gar nicht, sein Herrchen wurde verprügelt und er hat dabei ruhig zugesehen. Gefürchtet haben sich vor ihm vor allem jene, die Hunde nur durch ihren Zuhälter kennengelernt haben.

Donnerstag, 24. Juni 2010


liebe Barbara1,
der Fürst hat also glücklich noch einen Erben gezeugt; die junge Gloria mit ihren schrägen Frisuren und extravaganten Roben und ihren Sprüchen war eine kulturelle Bereicherung für die Öffentlichkeit und es sah auch so aus, als hätten die zwei trotz des Altesunterschiedes viel miteinander zu lachen gehabt. Sex vergeht, Lachen besteht. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen feudaler und republikanischer Repräsentation und ich erinnere mich noch an die Kommentare zu Scheels Hochzeit mit Mildred, zu deren Feier die Speisen mit Goldflöckchen belegt aufgetragen wurden. Nun kostet das nicht mehr als einen Bilderrahmen restaurieren lassen und ist im Orient und in Indien bei Festen üblich, aber in der Bundesrepublik war es das nicht und daran stieß man sich, nicht ganz zu Unrecht. Mit der richtigen republikanischen Repräsentation haben so einige schon ihre Probleme gehabt. Bei uns z.B.die Klestils, die man auf dem Foto oben nach gewonnenem Wahlkampf zum Bundespräsidenten sieht. In diesem Wahlkampf, er war Kandidat der ÖVP, wurden bürgerliche und familiäre Werte ins Treffen geführt. Wenn man das Foto oben genauer ansieht, bemerkt man um die Taille des Siegers eine zarte Hand , die aber nicht der Ehefrau gehört, sondern seiner jungen Wahlkampfleiterin. Offenbar hatte er einen Hang zu starken Frauen und die Ehefrau, eine energische Dame mit Vorliebe für Großgeblumtes, nahm das Pantscherl (so heißt das bei uns, pantschen heißt mischen, gepantschter Wein z.B.) mit der ehrgeizig in den Vordergrund drängenden Geliebten (die ihn anstelle der Gattin zu offiziellen Terminen begleiten wollte) nicht so einfach hin, es gab ein jahrelanges Tauziehen und die älteren ÖVP-Ehefrauen, die die Moral (die ihren Status sozial und materiell sicherte) untergehen sahen, kämpften sozusagen mit. Schlußendlich wurde die Junge, eine Diplomatin (die immer schon einen Papa-Komplex hatte, im Außenamt tratscht sich alles rum, sie war an der Botschaft in Moskau und dort leben die Diplomaten in einem so geschlossenen Zirkel, daß sich nix verbergen läßt) geheiratet und begann mit Feuereifer ein Konigin Sonja lookalike aus sich zu machen: opulente Roben, ebensolche Hüte etc. Den zweiten Frühling manifestierte er indessen auch mit Initiativen zur Ausweitung seiner politischen Kompetenzen (bei uns ist es ein reiner Repräsentationsjob) und peilte auch eine größere Amtsvilla an. Doch der Präsident verstarb im Amt und die junge Witwe schritt dem Trauerkondukt verschleiert und mit großem Kreuz auf der Brust voran, der Kardinal mußte vermitteln damit Ehefrau 1 und Kinder plus Enkel auch zur Seelenmesse in den Dom konnten. Die tragischere Figur von den beiden ist eigentlich die jüngere Frau, die eine gute Ausbildung und eine beginnende Karriere hatte und all den Stress wegen eines alten Mannes doch nicht nötig gehabt hätte, während die ältere Frau eben das generationstypische Problem mit vielen anderen teilte, nach einem gemeinsamen Leben mit so einer Trennung gut zurechtzukommen, was ihr offenbar dann auch gelang.
Die jetzigen Amtsinhaber (SPÖ) sind in ihrer eigenen Privatwohnung geblieben und immer wenn ich Bilder unserer First Lady sehe freue ich mich.

Mittwoch, 23. Juni 2010


Bei uns sind die heroischen Zeiten für die Soziologie ja schon vorbei, nicht aber in der Türkei! Aber, auch bei uns läuft so allerhand. Die Verstrickung von Politik und Kriminalität in den postsowjetischen Ländern, z.B. in Georgien, wird - eher zufällig - sichtbar.


Damenwahl ok. Die beiden können sich nun 6 Wochen lang von der anstrengenden Zurschaustellung in Tahiti erholen. Schon vorher, als das Wetter so wunderschön war, dachte ich: ein Wetter zum Heiraten. Bei A. traf ich Mutter und Tochter B. und hörte von den vielen Hochzeiten die für Mai und Juni und Juli anstünden, man muß Geschenke besorgen, dabei sind schon viel mehr Freiheiten möglich als früher, da zu den Hochzeiten die immergleichen Leute kommen, kann frau nicht das immergleiche Kleid anziehen und muß auch da vorplanen, A. und ich blickten einander an und an unseren t-shirts entlang auf unsere Jeans und Gesundheitsschuhe und lachten. Aber A. hat reizende Enkelinnen und wenn die Heiraterei noch lange so in Mode bleibt, wird auch sie auf Hochzeiten gehen müssen. Zu unserer Zeit war Heiraten gar nicht in. Von Tochter B., die dazu gerade einen Katalogbeitrag geschrieben hatte, erfuhr ich, daß die schönen Kaschmirtücher des Biedermeier, die mir so gut gefallen, gar nicht aus dem Kaschmir kamen, sondern vom Wiener Seidengrund, dem 7. Bezirk (dort waren die Seidenmanufakturen, Knopf-und Putzmacher, Posamentierer), wegen der grünen Bezirksmehrheit nun Bobostan genannt. Napoleons Josephine hatte sie in Mode gebracht und sie paßten ja auch wunderbar zu den zarten Empirekleidchen (zu denen es aber auch Bolerojäckchen gab) und sie wärmten. Als die Mode sich dann weiterverbreitet hatte, war bereits Biedermeier.

liebe Barbara1, Du bist so charmant! Herzlichen Gruß!

Freitag, 18. Juni 2010





für Maurulam!

liebe Barbara1, das kleine Foto mit dem Pudelchen auf dem Arm ist Grace Kelly, sie war eine große Hundefreundin.- Das Grauwerden geht mir eigentlich zu langsam! - Artikel kann man das ja wirklich nicht nennen, Notizen halt. Ich habe beruflich viel und unter Zeitdruck geschrieben, mit sehr kontrollierter Subjektivität und das bloggen war schon eine kontrastierende Sache, ich bin immer noch überrascht daß es gelesen wurde:--) - "Zettelkasten" ist Maurulams offenes Zweitblog, zwei blogs, ein geschützteres und ein offenes zu haben, kann, glaube ich, eine gute Lösung sein.

liebe Barbara2, morgen soll es hier 10 Grad kälter werden und es hat schon angefangen abzukühlen, die Beete der Blumengasse gedeihen wegen des vielen Regens mit etwas Sonne dazwischen eigentlich ganz gut! - Die Folgen der Krise schlagen schon durch: gestiegene Obdachlosigkeit, auch Jugendobdachlosigkeit, das ist neu.

Der Hund und ich mögen den Regen ja, aber alle die Menschen die ihre Häuser auf Grundstücken, die ihnen als sicher angedreht wurden, bauten und die nun fast jedes Jahr mit Überschwemmungen fertigwerden müssen! Weil ein kühl-nasses Wochenende prognostiziert wurde, habe ich endlich einen Teil der stillgelegten Identität, meine Gummistiefel, ausgepackt, ein Paar Schuhe hat der Regen nämlich schon ruiniert. Von Weihnachten bis Mittsommer ging das blog, nun ist wirklich Schluß, die Inhalte dünnen sich aus, die Berichte und Bilder aus dem Wiener Wedding sind nicht endlos interessant, nicht Alles kann man in einem blog kommunizieren und die Erfahrungen mit der Anthroposophie (also die Eigentlichen, die sozialen natürlich nicht) sind zu hybrid und unfaßbar, als daß ich, wie Michael das auf langer Erfahrung beruhend, tut, sie beschreiben könnte. Dennoch sind sie. Allen lieben Mitlesern herzlichen Gruß, bitte löst den Uribi.Konflikt (depeche hat Murat schlitzohrig beantwortet, demarche ist erfolgt)und befreit Maurulam, aber ich glaube, Maurulam wird sich schlußendlich lachend selbst befreien.

liebe Maurulam, neinnein, ich wollte ja schon lang aufhören, hab auch wieder viel zu tun, die Jungs wollen einfach nur rumflaxen. Bestimmt gibts wen in Dornach der Dich gern fotographieren mag! Selber kann man sich auch fotografieren, ich probiers auch mal so wie HF und poste es als Abschluß, ja?

Bei den Wiener Festwochen werden ausländische Theaterproduktionen gezeigt; viel Interesse erregte die Bühnenfassung von "Ljod.Das Eis" (ich glaube Michael hat das Buch einmal bei den Egoisten besprochen) und dann Elfriede Jelineks Stück "Die Kontrakte des Kaufmanns. Eine Wirtschaftskomodie."

Donnerstag, 17. Juni 2010



Vorgestern abend Rauch aus dem Gemeindebau gegenüber, bewundernswert rascher und koordinierter Einsatz der Feuerwehr. Am nächsten Morgen nachgefragt ob schadhafte Installationen (die Armutsbastlerei) oder die Zigarette schuld waren. Es war die Zigarette, vor zwei Monaten verbrannte zwei Straßenzüge weiter eine alte Frau im Bett, die Zigarette. Immer wieder fallen Kinder aus den Fenstern, nie haben sie berufstätige Mütter und nie passierts in den bürgerlichen Bezirken. Vernachlässigung, keine Kraft zur Verantwortung, kein Vorausdenken und Antizipieren von Gefahren, - es sind jedenfalls keine Zufälle. Im Bau gegenüber viele ehemalige Häftlinge, viele Junkies, die von ihren betreuenden Organisationen in den Sozialbau vermittelt werden. Die alten Bewohner, die gearbeitet und Kinder so erfolgreich großgezogen haben daß diese sozial aufgerückt sind, sind nicht glücklich über diese neuen Nachbarschaften. Vandalismus und Rowditum sind ja nun in dieser Umgebung nicht neu, aber auch viele Schwarzafrikaner ziehen neu ein. Es wird offen gedealt, überall, genauso offen, hingepinkelt, - das ist neu und das bringt die alten Einwohner des Baus auf. Mit der Mindestsicherung haben Neuankömmlinge ohne Arbeit fast genausoviel zum Leben wie jene, die 40 Jahre gearbeitet und kleine Pensionen haben, das verbittert. Tatsächlich, nach dem Spucken beginnt sich das öffentliche Pinkeln im Bezirk durchzusetzen. Wenns der Hund tut ernten wir böse Blicke, aber wenns Männer machen, wird es acceptiert.

meine lieben Damen,
auf Maurulams blog gabs mal ein Foto, da konnte man sehen daß sie eine bildhübsche junge Person ist, dieses Minibild war als gag gedacht, glaub ich. Aber wir müssen was gegen den Käfig in Uribistan unternehmen, sollen wir vorerst mal eine diplomatische depeche schicken, in Folge ein Ultimatum stellen und ein bißchen drohen? was meint Ihr?

Hans Dichand 1921-2010
Herausgeber der berühmt-berüchtigten Kronenzeitung, Tierfreund.
Er ist nicht der letzte dieser Herausgeber, die mit nix angefangen haben, und die dank ständigem Jonglieren mit finanzkräftigen Partnern irgendwie doch weitermachen und sich gegen die neuen Medien immer noch behaupten. Wolfgang Fellner ("Österreich" und einige Magazine)und Oscar Bronner ("Der Standard" ) sind ebenfalls sehr einflußreich.

Es gibt zwar gute indische und Thai-Restaurants in Wien, zunehmend mehr vegetarische und auch ein veganes, aber auch viel chichi-Küche bei der die Dummianer abgezockt werden. Die alte Wiener Küche verschwindet. Am Eck wo Plachutta noch einen riesigen Gastgarten anfügte, saß ich oft mit Freunden, beim Gang zur Kuche lag der alte Bernhardiner, die Gerichte waren selbstverständlich kein bißchen dekoriert, dafür aber gut und die Tische so groß, daß man dadurch auch neue Leute kennenlernte, die immer interessant waren, eben weil es kein Lokal für Angeber und Anwanzer war.
Nachdem das Sacher so überrenoviert wurde gabs nur noch die "3 Husaren" (die jetzt auch zusperren!) und ein, zwei Lokale, die ich aber nicht verrate, hier lesen nämlich nicht nur Anthros mit, sondern auch unappetitliche Spammer, die wir nicht auch noch in ureigensten Revieren antreffen wollen.

Dienstag, 15. Juni 2010


Jeder kennt das: die spärlichen, übernutzten und verdreckten öffentlichen Grünflächen die sich der Nicht-Gartenbesitzer mit einem Haufen Rowdies teilen muß. Dazu gibt es bereits eine soz.ök. Theorie "die Tragik der Almende" oder "tragedy of the commons"

liebe Maurulam, ja hab gesehen, aber ich bleibe bei weiß. Für Dich ein Einrichteblog
(toll wie viel man mit Farbe und ganz wenig Geld machen kann)

dear Mat, welcome to Vienna!

liebe Maurulam,
wenn der Käfig nicht verschwindet schicken wir die Kampffliegerinnenstaffel der
Society for Cutting Up Men (SCUM)!

Sonntag, 13. Juni 2010










Gassigehen im Wohnbezirk am Sonntagnachmittag, die Männer sitzen im Cafe, im türkischen Cafe wird den Ghanese boys (alle Ghanesen die ich je beruflich traf, hatten eine ordentliche Ausbildung, waren in einer Missionsschule und nicht kriminell; Ghana ist das geordneteste und prosperierendeste Land Schwarzafrikas) und in den serbischen (geflaggt) den Eigenen der Daumen gehalten. Die kleinen Pufflaternen leuchten und dekorative Statuen und begrünte Balkone gibts im eingezäunten Genossenschaftsbau gegenüber.

Der Konflikt zwischen Usbeken und Kirgisen eskaliert. So wie nun Georgier,Afghanen, Tschetschenen, Kasachstaner, Bucharen und Kalmücken, die für uns Namen aus dem Märchenbuch waren, zu unserem (also zu meinem) Alltag gehören, werden das auch bald Kirgisen und Usbeken tun. Und dabei verstehen wir nicht, warum sie einander "abschlachten" (wie Beobachter aus der Nähe von Jalalabad berichten), sehen sie für uns doch alle gleich mongolisch aus. Vor zehn Jahren hatten wir uns sehr für die Achal-Tekkiner (der Sohn eines Zeitungszaren hatte welche, ziemlich vernachlässigt und voller Wunden, weil sie über Weidezäune springen und sich dabei verletzen; als wir hinkamen und ich mit Locklauten zum Koppelzaun ging, sprang mir gleich ein hochbeinig glänzendes Geschöpf über den Zaun entgegen) interessiert und nun könnte man ja einen Almsommer in Kirgistan überlegen.


Syberbergs Geburtshaus in Nossendorf, Preussen, 2002 und 2010. In lokalen alten Techniken wiederhergestellt.

Per Kirkeby, mehr von ihm hier und hier und hier.

Samstag, 12. Juni 2010








Sommer, ätherisch, Arthur Hacker
Schöne Schöne, hast Du wieder ausgesucht. Ein wenig psycholgisiert:
Die erste Schöne arbeitet hart und hat keine Illusionen mehr.
Die zweite ist eine weltflüchtige Mignon.
Die dritte kann die vom Offizier verführte Kleinbürgertochter sein
Die vierte ist das schöne unschuldige Bild des gezähmten Trotzkopfes
Die fünfte Effi Briest mit Mann auf dem Sonntagsspaziergang
Die sechte und siebente sind die unschuldig erwartungsvollen Nymphen, wie Mann sie sich so vorstellt.
Und auf dem Baumbild liegt ein großer Hund auf dem Berg, Kopf und Hals sind zu sehen mit Nase nach rechts, paralell dazu der rechte Vorderlauf auf halber Höhe (eventuell etwas zwinkern, wie bei einem Vexierbild)
Liebe Grüsse und schönen Sonntag!
Barbara 1
liebe Barbara1,
ja , da ist der Hund!
Bei diesen Bildern haben mich die Pflanzen fasziniert, zu Zeit blüht alles so üppig, weil es so viel geregnet hat und dann die Hitze ausbrach. Die Rosen in den städtischen Gartenanlagen bilden rote Hecken, man sieht fat kein Blattwerk vor lauter Blüten (leider hatte ich keinen Fotoapparat mit) und dann hab ich nach Pflanzen gesucht und diesen - mir vorher ganz unbekannten - Maler gefunden.
Dir auch einen schönen Sonntag!

Mittwoch, 9. Juni 2010


Hier noch mehr davon.

meine Damen, mir persönlich gefallen nur die Elchkälber. Es geht um Rezeption und Interpretation. Und wählerisch sein können wir, nicht die russischen Frauen für die "der Ausländer" der Märchenprinz ist.
Die vaterlose Kleinfamilie ist auch Grund für demographische Verwerfungen in Russland, die mit ungleich mehr Rassismus als bei uns beantwortet werden.

Montag, 7. Juni 2010



Wieder zurück im hochsommerlichen Wien, die Linden blühen und duften himmlisch. Endlich habe ich auch eine Lindenseife mit diesem Duft gefunden! Und das richtige Instrument um dem Hund die Zecken zu entfernen, die Plastikschlinge legt man über den Zeck, zieht zu und kann ihn - zumeist samt Kopf - entfernen, mit der Pinzette klappte das weit weniger gut. Die Haarnadeln (bei der gutsortierten deutschen Drogeriekette Müller, bei der es sogar noch Nähnadeln, Hafteln, Druckknöpfchen und Kaiser-Borax zu kaufen gibt, gefunden) sind die einfachste und beste Art die Haare hochzustecken, solche, aber zartere, Plastikhaarnadeln hatte ich schon als Kind und ich habe auch noch einen Vorrat davon, den ich zusammen mit meiner Sammlung alter Haarnadeln aus Horn und Schildpatt hier in dieser Wohnung überhaupt nicht ausgepackt habe. Hier habe ich immer nur mit reduzierter Identität gelebt, aber schon das war zuviel. An den Uhrketten trug man früher Charivaris mit dem Neidfäustel, sowas hätte ich gebraucht! So goße Plastikhaarnadeln, wie ich sie nun habe, sah ich als Kind an Bäuerinnen, die ihren Zopf damit zu einem Knoten gesteckt trugen. Nicht alle sahen großartig aus, aber meistens doch besser als mit den Kräuseln die man später und den meshes die man heutzutage sieht. Auch meine Tanten trugen die Haare ungefärbt und aufgesteckt, allerdings in einer leichten Rolle, die mit einer Spange festgehalten wurde. Die Haare ums Gesicht wurden zu festlichen Gelegenheiten - etwa wenn die Schwägerin meiner Mutter ein Hauskonzert gab, an dessen Ende ihr Mann ihr stets einen riesigen Rosenstrauß brachte - beim Friseur mit einer Wellenzange heiß onduliert. Meine Mutter, die jüngste und der wilde flapper der Familie, trug die grauen Haare als Bubikopf. Diese in der Öffentlichkeit hochgesteckten Haare der älteren Damen wurden nur zu Hause und wenn keinerlei Besuch zu erwarten war, offen, als Zopf, oder mit einer Spange zurückgehalten getragen. Ich sah das ganz selten, immer zusammen mit einem Hauskleid, das eigentlich genauso wie das Vormittagskleid vorne durchgeknöpft, aber knöchellang war. Es war sehr intim, baby let your hair hang down, und ich denke ähnlich ist es mit den muslimischen Kopftüchern. Meine Freundinnen, die färben, zum Friseur gehen und Fruchtsäurebehandlungen gegen Sonnenschäden beim Dermatologen buchen, finden, daß ich mich viel zu früh stilistisch aufs Altenteil gesetzt habe. Aber viel schöner als die beste Frisur von den paar Wiener guten Friseuren (in München oder in Italien sind sie viel besser) finde ich die Aureole der kurzen Häarchen, die sich dem Zurückkämmen widersetzen und das Gesicht umrahmen.

liebe Barbara2, ja, die Zeckenzange kann man auch bei Menschen verwenden, beim Hund ist ja wegen des Felles alles ein bisserl komplizierter, ein Kurzhaarhund ist leichter zu ent-zecken; die Zecken laufen ziemlich lange auf dem Hund herum, bevor sie sich festsetzen, bei meinem Hund kann man das gut sehen. Der Zeck soll, wenn er sich festgesetzt hat, bei Mensch und Hund schnell entfernt werden, je länger er saugt, desto mehr Erreger überträgt er, hab ich wo aufgeschnappt...

liebe Barbara1, wenn Du das Zeckenziehen ohne Instrument schaffst, bist wirklich sehr geschickt! Und Dein Kater clever! Für Hunde sind die Zecken leider auch gefährlich, weil sie Borreliose übertragen und Hunde daran elend zugrundegehen können; es gibt zwar eine Impfung,aber die ist nicht sicher und erhöht die Allergieneigung gegen alle Insektenstiche (sie bekommen dann nach Mückenstichen riesige Schwellungen).

Zum Abschied bekamen wir Uribi-Gewänder geschenkt, BH und Pluderhose, erinnern an die Bauchtanzkurse die bei uns so beliebt sind. Na, wir bleiben beim eurythmischen Delphos

liebe Barbara1,
hier gibts noch mehr Odalisken!


es war verdammt schwierig, aber schlußendlich gelang es uns doch reinzukommen, Maurulam hatte einen der Wächter beschwatzt und encharmiert. Es roch gut, es gab schöne Musik, Rahat und Dattelkonfekt und die Damen lachten und wollten unsere Kleider probieren, manche waren recht mollig und nicht alle waren jung

liebe Maurulam, Du warst auch die richtige Reisebegleitung!Rezept für Rahat!


Maurulam ist auch nach Uribistan geflogen und wir machen uns - leicht, bequem und anthrostylisch gewandet (das Modell ist nicht nur crinklefree&wash&wear sondern heißt auch Delphos!) - auf unsere Bildungsreise. Frauen sind neugierig, finden die Geheimfächer in alten Sekretären, la lettre cache und Uribiens little secret.

liebe Nina, die Kleider von Mariano Fortuny sind im Museum. Meine Mutter hat noch Kleider von Fortuny getragen und in Venedig kann man noch seine Stoffe kaufen. Hier ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=LQd2Az3sFA8
liebe Maurulam, die miederlosen Reformkleider waren eine große Befreiung, einerseits, andrerseits mußte frau nun schlank sein! Issey Myake macht auch plissierte Kleider, aber aus festen Stoffen, unter denen die Körpersilhouette verborgen bleibt. Übrigens war Myake der erste der ein Parfum mit frischem Wassergeruch kreierte (L eau d´Issey).