
Das Bild ist von einem Anthro-blog gestibtzt, so eine Bank in Stille und gut behandelter Natur (ohne Energy-Drink-Dosen, ohne Spritzen mit Serum) hat in den letzten Jahren sehr, sehr gefehlt. Die erste Adventkerze brennt, für einen Kranz ist einfach kein Platz, es ist schon schwierig, die paar Pflanzen unterzubringen. Um 19 Uhr,
wenn Jupiter kulminiert, wie Aoea es so schön beschreibt, kann man auf Ö1 mehr über
Friedrich Weinreb hören.Ich habe einen 2okg Sack Basmatireis bekommen, der PC wurde getunt und die Sicherheitsanlagen auch, um sicher durchs Stiegenhaus zu gehen, habe ich eine ergänzende Ausrüstung zum handy bekommen. Wie schon gesagt, hier ist keine Idylle.
In den blogs und Zeitungen, die wir lesen ist von Währungsschnitt (zu den Feiertagen?)die Rede, Freunde investierten in Grund und Immobilien (natürlich nicht in Vorsorgewohnungen oder ähnliche Angebote). Die Lebenswelten der Abgesicherten und der Prekären haben sich stark voneinander entfernt; ein Jahrgangskollege berichtete mir empört daß er trotz bester Beziehungen für seine Tochter nur prekäre Jobs auftreiben kann, fragt sich wie der Hund und ich (ohne Papa) überhaupt über die Runden kommen. Diese Polarisierung habe ich auch in den Anthroblogs wahrgenommen; die alten Prekären, die Gründer und Initiatoren, oft dogmatisch und streitlustig, anders lassen sich die Mühen, Risiken und Entbehrungen wohl nicht verkraften. Und dann die jungen Prekären, trotz großen kulturellen Kapitals und verschiedener Ausbildungen zwischen Hartz4 und Altenbetreuung ohne Perspektive in Jobs die grade zum Überleben und zum sich Abknapsen einer Zusatzversicherung ausreichen gefangen. Wie sollen da Entwürfe, Familien, Zukunften entstehen? Nur monadisiertes sich Durchschlagen. Und dann das beamtete Mittelalter, mit herkömmlichem Lebensstil und genug Energien zu der für unsere Generation so typischen Innenschau. Altersmäßig dazwischen die aktiv Prekären, die Projekte, Geschäfte gründen, geschäftig dynamisch und in Abgrenzung zur versorgten Unterschicht, deren Betreuung doch vielen von uns den Lebensunterhalt bietet.
Jetzt wird mal ein längeres Weilchen auf dieser virtuellen Parkbank auf dem Weg zum Hügel gerastet.
liebe Barbara,
das Foto ist von
hier; eins der Probleme der Prekären ist, daß sie genausowenig Geld haben wie diejenigen die sie betreuen; und das trotz vieler Ausbildungen und Studium.
Ich kenne Frauen mit Promotion, MBA und langer Praxis die nicht mehr Geld verdienen als ihre Klienten (ungelernte ArbeiterInnen) vom Arbeitsamt plus etwas Sozialtransfers bekommen.
liebe Barabara,
obwohl ich die Bank gestibitzt habe, ist sie unterm Heizhaus (bisserl scrollen) noch zu sehen...