
In der U-Bahn setzt sich ein Herr neben mich, der mit seinem schwarzglänzenden Dings grade ein Gespräch verliert; er scheint darüber gar nicht besonders traurig, er ist eigentlich auch noch zu jung, um wie einige bekannte ältere Herrschaften beim touch and swash mit arthrotischen Händen Probleme zu haben. Aber die Interveniententenzecke läßt sich nicht abschütteln, das Ding piepst sofort wieder und ich höre - wider Willen - eine Mutter für ihren Sohn einen Job fordern; dabei hält sie sich nicht lange mit der Schilderung von dessen Vorzügen auf, sondern betont "bald" und "in die Wirtschaft". Das sei nicht so einfach, meint der Angerufene, er sei furchtbar überlastet und könne nicht so rasch, und Kreuzeinstiege (ich kenne nur Quereinstiege in die Politik, aber was ist ein Kreuzeinstieg?) seien erfahrungsgemäß, außerdem politisch nicht unproblematisch,... die Mutterzecke läßt nicht locker, bekommt aber - vorerst? - keine Zusage, (ganz so wichtig kann ihr Alter also nicht sein), aber sie wird doch sehr höflich unter Herunterratschung aller üblichen Floskeln verabschiedet, (eine Frau Niemand ist sie also auch nicht). Was wohl der Bubi, für den sie da so resolut und unverschämt interveniert, gerade macht?

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.