
Was durch den Wienerwald ( manchmal finden wir helle, unglaublich weiche Unterwolle in den Sassen ) springt sind natürlich keine Kaninchen, sondern große, magere Feldhasen, so wie die Barry Flannagans. Wir trinken noch Kaffee und essen jeder schon die zweite Tafel aux amandes, das kommt davon wenn man die warme Hauptmahlzeit ausläßt, und bereden dies und das, das Mezzanin (der wienerische Euphemismus fürs Hochparterre, erst im ersten Stock beginnt das bürgerliche Wohnen), den slumlord, der sich die Hände reibt, wenn er einen versprengten kultivierten Armen einfängt, der ihm nicht die Bude zusätzlich devastieren wird und warum man den korrekt verwalteten Reichtum, der sich mit kleiner Rendite begnügt, lieber hat als jene Leute, die einem für ihre erste Million am liebsten das Fleisch von den Knochen kratzen möchten. Niemand ist gern Objekt der primären Akkumulation und Gemeinsamkeiten will man mit solchen Leuten schon gar nicht pflegen. Aber es gibt leider Leute die sich leicht und scheinbar gern betrügen lassen: arme Rentner zum Beispiel, die zusätzlich zum ohnehin mit der Krankenkasse abrechenbaren Betrag ohne Gegenleistung eine Privattaxe ohne Rechnung zahlen und sich dann irgendwie besser fühlen, weil sie für ihren Fuffziger (für die Mindestrentnerin) oder ihren Hunderter (die paar Beamtenwitwen, die es an solche Adressen spült) einen Händedruck vom Herrn Doktor bekommen. Ach, sag ich, lieber B, ereifer dich doch nicht, wer will da schon was beweisen, und ein Händedruck vom Herrn Doktor ist doch eine höchstqualifizierte medizinische Dienstleistung, denn medicus sanat und die Einbildung bekanntlich auch.

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